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Nachdenken "zwischen den Jahren" PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 29. Dezember 2009 um 12:44 Uhr

In der Kinder- und Jugendarbeit ist es immer wieder nötig, die geschehende Arbeit darauf zu prüfen, was gut ist, was angenommen wird, wo Menschen überlastet sind und wo andere mehr Gaben und Talente haben, die bloß darauf warten, eingesetzt zu werden.

Im Admin-Team der Homepage haben wir gestern etwas weiter gedacht in dieser Richtung. Aber auch sonst lässt sich mit Blick auf Anderten feststellen, dass wir manches neu denken müssen und uns der Frage aussetzen, was dran ist. Kirche lebt vom Geist Gottes, so auch in der Kinder- und Jugendarbeit.  Wir stellen fest, dass in den letzten Jahren das "klassische" Modell mit unseren offenen Gruppen, mit weiterführenden Projekten und einem belastbaren Team im GemeindeJugendKonvent (GJK), das die Arbeit bewältigt, nicht mehr so läuft wie vor Jahren: Das kann an uns liegen, an unseren Angeboten oder unserer Art, schlimmer wäre es, wenn es äußere Einflussgrößen sind: Die längeren Schulzeiten, der gestiegene Leistungsdruck und nicht zuletzt die Distanz mancher Eltern von Form und Inhalt kirchlicher Arbeit.

Das alles zusammen macht es nicht einfacher, und wir denken derzeit drüber nach, wie wir die vorhandenen Kräfte besser einsetzen. Ein Bereich soll hierbei die Arbeit mit Kindern sein. Wir merken: Wenn wir da nicht schon viele positiv als Gemeinde überraschen, dann bringt das viel für die Bereitschaft, später sich auf die Inhalte einzulassen und auch auf die Menschen in Gemeinde.

Wir haben den Konfirmationsunterricht derart umgestellt (bzw. sind dabei), dass die wöchentlichen Unterrichtsstunden im ersten Jahr, dem so genannten "Vorkonfirmationsjahr", stattfinden. Das zweite Jahr, die Hauptkonfirmandenzeit, wird mit Block- und Projektunterricht freitags nachmittags einmal im Monat gestaltet, wobei hier neben den eigentlichen Unterrichtenden auch weitere Menschen aus der Gemeinde zur Mitwirkung eingebunden werden. Ziel ist es, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden im ersten Jahr mehr "Stoff" bewältigen können und dann im Hauptkonfirmationsunterricht des zweiten Jahres (hoffentlich) Gemeinde (intensiv) kennen- und schätzen lernen.

Ein großes Thema im Gemeindejugendkonvent ist die Vernetzung und Verbindung von Konfirmationsarbeit und Jugendarbeit. Viel hängt beim Mitmachen in den Gruppen davon ab, wer da denn noch so dabei ist bzw. sich engagiert. Kontakte sind und werden immer wichtiger. Daher ist es wichtig, dass junge Leute begleitend bei den Konfi-Seminaren dabei sind. Einige begleiten sogar in ihrer Freizeit regelmäßig den Unterricht und helfen dadurch den Konfis und auch den Unterrichtenden.

Wirklich schwierig ist es, dass wir mit weniger Arbeit unseres Diakons Michael Krebs immer mehr Lücken in der Arbeit stopfen müssen. Denn auch unsere Ehrenamtlichen müssen sehen, wie Schule, Ausbildung, Arbeit, Sport und weitere Interessen mit der Mitarbeit in der Gemeinde zusammenkommen können. Und die Vorkenntnisse – etwa im Konfi-Unterricht – werden eher weniger. Für einige ist es das erste Mal, dass sie mit dem Christentum, mit Bibel, Gebet, Glauben und Gottesdienst in Kontakt kommen.

Sorgen kann man sich, aber so lange wir Gottes Geist als Antrieb haben, sind wir auf dem richtigen Weg. Auch dann, wenn die Wege nicht gerade weiter und ebener werden.

 
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